Benutzerhandbuch

Übersicht

Staging & Cisco Tools unterstützt Netzwerktechniker bei der Erstellung vollständiger Switch-Konfigurationen. Der Workflow ist in mehrere Schritte gegliedert, sodass alle relevanten Parameter systematisch erfasst werden.

Zielgruppe
Netzwerktechniker und -administratoren, die Cisco IOS-basierte Switches konfigurieren und planen.
Funktionsumfang
Geführter Konfigurations-Wizard (Grundkonfiguration, Interfaces, VLANs, Routing, Sicherheit, Access Control Lists, Überprüfung & Export) mit interaktivem Port-Panel inkl. Stack- und StackWise-Virtual-Szenarien, freier CLI-Editor sowie ergänzende Werkzeuge: CVE-Vulnerability-Check, Seriennummer-Info, Geräte-Katalog und Lizenz-Featurematrix.
Voraussetzungen
Ein moderner Webbrowser. Für den Konfigurator und die öffentlichen Werkzeuge ist keine Installation oder Anmeldung erforderlich.

Konfigurator, CLI-Editor sowie die Werkzeuge CVE-Check, Seriennummer-Info, Geräte-Katalog und Lizenz-Featurematrix sind ohne Anmeldung nutzbar. Angemeldete Benutzer erhalten zusätzlich den SDA-Design-Wizard, das Live-SSH-Terminal, den Credential-Vault, persönliche Webhooks und das Admin-Backend.

Projekt anlegen

Bevor Sie mit der Konfiguration beginnen, legen Sie auf der Startseite ein neues Staging-Projekt an. Alle Felder sind Pflichtfelder.

  • Auftragsnummer – Eindeutige Nummer (z. B. 1AU12345) zur Identifikation des Auftrags.
  • Kunde – Kundenname. Eingeloggte Benutzer wählen aus einem Dropdown der hinterlegten Kunden, alternativ ist eine manuelle Eingabe möglich.
  • Projektname – Aussagekräftiger Name (z. B. „Netzwerk-Rollout 2026").
  • Name des Stagers – Bearbeitende Person. Wird bei eingeloggten Admins automatisch befüllt.
  • Anzahl Geräte – Anzahl der zu konfigurierenden Switches in diesem Projekt (1–10). Sie durchlaufen den Konfigurations-Workflow je Gerät einmal.
Projekt- und Gerät-IDs
  • Projekt-ID – Beim Start wird automatisch eine 12-stellige alphanumerische ID aus A–Z und 0–9 generiert (z. B. AB3C9F1E2D5K). Die ID dient zur eindeutigen Archivierung und erscheint in jedem Dateinamen.
  • Gerät-ID – Jedes Gerät folgt dem Schema {Projekt-ID}-{Nr.}, z. B. AB3C9F1E2D5K-1 für den ersten Switch. Dieses Kürzel taucht im Dateinamen der erzeugten Konfiguration auf.
  • Auftragsnummer-Format – Beginnt üblicherweise mit 1AU (z. B. 1AU12345). Das Feld ist für interne Auftragsreferenzen vorgesehen.
  • Automatische Zwischenspeicherung – Der Wizard-Zustand wird fortlaufend im Browser zwischengespeichert. Bei einem erneuten Aufruf kann ein unfertiges Projekt wieder aufgenommen werden.
Globale Variablen

In ausgewählten Freitextfeldern (Banner, Port-Beschreibungen, SVI-/BGP-Beschreibungen) können Platzhalter verwendet werden. Sie werden erst zum Zeitpunkt der CLI-Generierung aufgelöst; der Rohwert mit {{name}} bleibt im Projekt erhalten. Ändert sich später z. B. der Hostname, ziehen alle Verwendungen automatisch nach.

Syntax: zwei geschweifte Klammern links und rechts vom Namen, ohne Leerzeichen dazwischen – z. B. {{hostname}}. Groß-/Kleinschreibung spielt beim Auflösen keine Rolle.
System-Variablen (immer verfügbar)
Platzhalter Bedeutung Quelle
{{hostname}}Konfigurierter HostnameSchritt 1
{{mgmt_ip}}Management-IPSchritt 1
{{mgmt_vlan}}Management-VLAN-IDSchritt 1
{{gateway}}Default GatewaySchritt 1
{{date}}Aktuelles Datum (DE)generiert
{{port_id}}Port-ID bzw. Port-Rangenur in Port-/Uplink-Beschreibung
{{vlan_id}}VLAN-ID des SVIsnur in SVI-Beschreibung
{{neighbor_ip}}IP des BGP-Neighborsnur in BGP-Neighbor-Beschreibung
Eigene Variablen definieren

In Schritt 1 findet sich die Karte Globale Variablen. Darüber lassen sich beliebige projektweite Key/Value-Paare anlegen, z. B. site = MUC-DC1 oder admin_contact = noc@example.com. Diese stehen in den unterstützten Feldern sofort als {{site}} bzw. {{admin_contact}} zur Verfügung.

  • Namensregeln – Nur Buchstaben, Ziffern und Unterstriche. Muss mit Buchstabe oder _ beginnen. Reservierte Namen (System-Variablen) werden abgelehnt.
  • Duplikate – Zwei Einträge mit demselben Namen werden inline als Fehler markiert.
  • Live-Aktualisierung – Änderungen wirken sich sofort in allen CLI-Vorschauen aus; die Rohwerte der Felder bleiben unverändert.
  • Speicherung – Globale Variablen sind Teil des Projekt-States und werden beim Speichern des Projekts mit abgelegt.
Platzhalter einfügen – drei Wege
  1. Autocomplete – Sobald {{ getippt wird, öffnet sich unter dem Feld eine Auswahlliste mit passenden System- und User-Variablen. Navigation mit /, Übernahme mit Enter oder Tab, Abbruch mit Esc. Einträge mit Teilname filtern (z. B. {{host).
  2. Variablen-Chips – Unter jedem unterstützten Feld erscheint eine kleine Chip-Leiste mit den verfügbaren Variablen. Ein Klick fügt den Token an der aktuellen Cursorposition ein. System-Variablen erscheinen in Grau, eigene Variablen in Blau.
  3. Manuell tippen{{name}} direkt in das Feld schreiben. Unbekannte Namen bleiben wörtlich stehen und werden im Review-Schritt als Warnung oberhalb der CLI-Vorschau angezeigt.
Wo Platzhalter funktionieren
  • Schritt 2 – Port-Beschreibung (Downlink) und Uplink-Beschreibung.
  • Schritt 4 – SVI-Beschreibung, BGP-Neighbor-Beschreibung.
  • Schritt 5 – MOTD-Banner, Login-Banner.
Import / Export
  • Export – Button Export im Kopf der Globals-Karte lädt die Liste als globals.json herunter (Format {format, version, vars:[{key,value}]}).
  • Import – Button Import liest eine JSON-Datei ein, validiert jeden Eintrag (Namensregeln, System-Var-Kollision, Duplikate) und ersetzt nach Rückfrage die aktuelle Liste. Fehlerhafte Einträge werden vor dem Ersetzen aufgelistet und können übersprungen werden.
Tipp: Trägt eine Beschreibung den Platzhalter {{hostname}}, wird er nicht im Feld selbst aufgelöst. Der aufgelöste Wert erscheint ausschließlich in der CLI-Vorschau – so bleibt das Feld geräteübergreifend wiederverwendbar, auch wenn sich der Hostname ändert.
Konfigurationsschritte

Die Konfiguration erfolgt in sieben aufeinander aufbauenden Schritten – sechs Konfigurationsschritte (Grundkonfiguration, Interfaces, VLANs, Routing, Sicherheit, Access Control Lists) plus die abschließende Überprüfung. Sie können jederzeit zwischen den Schritten wechseln und Änderungen vornehmen.

Schritt 1 – Grundkonfiguration
  • Hostname – 1–63 Zeichen, beginnend mit einem Buchstaben. Erlaubt sind Buchstaben, Ziffern und Bindestriche. Live-Validierung mit visuellem Feedback.
  • Management VLAN ID – VLAN für die Geräteverwaltung (1–4094, Standard 1). Reserviert: 1002–1005.
  • Management IP-Adresse – IPv4-Adresse im Format A.B.C.D für das Management-Interface.
  • Subnetzmaske – Wahlweise als Dotted-Decimal (255.255.255.0) oder als CIDR-Präfix (/24). Die beiden Eingabeformen sind per Schalter umschaltbar.
  • Default Gateway – Optional. Muss im selben Subnetz wie die Management-IP liegen, sonst erscheint eine Warnung.
  • Netzwerk-Zusammenfassung – Wird automatisch eingeblendet, sobald IP und Maske gültig sind: zeigt Netzwerkadresse, Broadcast, nutzbare Hosts und CIDR-Präfix an.
  • Globale Variablen – Unterhalb der Grundkonfiguration kann die Karte Globale Variablen geöffnet werden, um projektweite Platzhalter wie {{site}} anzulegen und per JSON zu im-/exportieren (→ Globale Variablen).
Schritt 2 – Interfaces

Zunächst wählen Sie das Switch-Modell; anschließend werden die Interfaces über das Port-Gruppen-Modell konfiguriert: Gleich konfigurierte Ports werden zu benannten Gruppen zusammengefasst, die als interface range-Block in die IOS-Konfiguration übernommen werden.

Switch-Modell & Hardware
  • Modellauswahl – Zwei-Stufen-Auswahl: zuerst die Serie (gruppiert nach Access Compact, Access Entry, Access Advanced, Core/Distribution, Modulare Chassis), dann das konkrete Modell. Alternativ über den Button Suche per Freitext über den gesamten Katalog (SKU oder Bezeichnung, z. B. 48P, mGig, UPOE). Unterstützte Serien: C9200CX, C9200, C9200L, C9300, C9300X, C9350, C9500, C9400, C9600, C9610.
  • Netzwerk-Modul (NM-Slot) – Bei Modellen mit NM-Steckplatz kann optional ein Modul ausgewählt werden; die Uplink-Ports im Frontpanel werden entsprechend angepasst.
  • Chassis-Konfiguration – Modulare Chassis (C9400) erlauben die Bestückung mit Supervisor-Modulen und Linecards.
StackWise-Konfiguration (stapelbare Modelle)

Für stapelbare Catalyst-Modelle (C9200, C9200L, C9300, C9300X, C9350) kann optional ein physischer Stack mit bis zu acht Membern konfiguriert werden. Das Panel StackWise-Konfiguration erscheint automatisch, sobald ein stapelbares Modell gewählt wurde, und liest die Technologie (StackWise-80 / -160 / -480 / -1T) sowie die maximale Member-Anzahl direkt aus dem Switch-Katalog. C9200L-Fixed-Uplink-Modelle stapeln via optionalem C9200L-STACK-KIT (StackWise-80, 80 Gbps Ring), modulare C9200 via StackWise-160.

  • Stack aktivieren – Schalter Geräte als Stack konfigurieren. Ist er aus, läuft der Konfigurator unverändert im Standalone-Modus.
  • Anzahl Member – 2 bis 8 (abhängig von der Stack-Technologie des Modells). Die Auswahlliste wird modellabhängig begrenzt.
  • Vorlage anwenden – Vordefinierte Best-Practice-Vorlagen (2-Node, 4-Node, 8-Node) setzen Member-Anzahl, Rollen und Priorities mit einem Klick.
  • Member-Tabelle – Pro Member werden Rolle (Active / Standby / Member), Priority (1–15, 15 = Active), SKU (Provision) und das Provision-Flag festgelegt. Active = höchste Priority (15), Standby = 14, reguläre Member = 1.
  • Mixed-Stack – Pro Member kann eine abweichende SKU der gleichen Serie ausgewählt werden (z. B. C9300-24P + C9300-48P im selben Stack). Die erzeugten switch N provision <sku>-Statements spiegeln diese Wahl wider.
  • Stack-MAC Persistent – Standardmäßig aktiv (stack-mac persistent timer 0). Verhindert MAC-Flap nach einem Active-Wechsel und ist in produktiven L2-Domains Cisco Best Practice.
StackWise – Frontansicht & CLI
  • Vertikale Stapelansicht – Bei aktiviertem Stack wird das Frontpanel als vertikaler Stack dargestellt: ein Chassis pro Member, dazwischen ein StackWise-Kabelindikator. Jedes Member trägt einen Rollen-Streifen (Active = grün, Standby = gelb, Member = grau) mit SKU und Priority.
  • Member-spezifische Interfaces – Port-IDs und Slot-Präfixe werden automatisch auf die Member-Nummer umgeschrieben (GigabitEthernet1/0/1, GigabitEthernet2/0/1, …). Port-Gruppen, Ranges und LACP funktionieren stack-weit ohne Zusatzschritte.
  • Eigener CLI-Abschnitt – In der Zusammenfassung (Schritt 6) erscheint ein separater Block Schritt 1b: StackWise mit Provision-, Priority- und stack-mac persistent-Befehlen. Die Renumber-Kommandos sind bewusst nur als Kommentar hinterlegt, weil sie einen privilegierten Modus und einen Reload erfordern.
StackWise Virtual (SVL) – Chassis-Varianten

Für die Chassis-Plattformen C9400, C9500, C9600 und C9610 steht zusätzlich die Betriebsart StackWise Virtual zur Verfügung. SVL bündelt zwei Chassis zu einem logischen Gerät; das Panel StackWise Virtual-Konfiguration erscheint automatisch, sobald ein unterstütztes Modell gewählt wurde.

  • Aktivierung – Schalter Als StackWise Virtual konfigurieren. Ist er aus, läuft das Chassis im Standalone-Betrieb.
  • Domain ID – Numerischer Wert zwischen 1 und 255. Muss chassis-übergreifend identisch sein.
  • SVL-Link-Ports – Entweder automatische Empfehlung (Auto-Select der zwei am besten geeigneten Uplink-Ports) oder manuelle Auswahl im Frontpanel.
  • Dual-Active-Detection (DAD)Fast Hello (Default), ePAgP oder BFD. Bei Fast Hello und BFD werden zusätzlich DAD-Link-Ports ausgewählt.
  • Chassis-Rollen & Pre-SVL-IP – Pro Chassis können Hostname und temporäre Management-IP für die Pre-SVL-Phase (vor Aktivierung des Virtual-Chassis) hinterlegt werden. Rollen (Active / Standby) und Priorities (15 / 14) werden automatisch gesetzt.
  • CLI & Export – In Schritt 6 erscheint pro Chassis eine eigene Konfiguration. Der Button SVL-ZIP (2 Chassis) bündelt beide Configs als ZIP.
Linecard Speed-Modus (40G / 100G / 25G)

Für die beiden Linecards C9600-LC-24C (Catalyst 9600) und C9400-LC-12QC (Catalyst 9400, nur SUP-2) lässt sich pro Port-Gruppe der Cisco-Speed-Modus umschalten. Beide Karten starten im Default-Modus 40 G; Top-Ports können auf höhere Geschwindigkeiten gehoben werden, wobei laut Cisco-Hardware-Designs der gepaarte Bottom-Port der Spalte deaktiviert wird.

  • C9600-LC-24C – 24 QSFP28-Cages, default FortyGigabitEthernet 1/<slot>/0/1..24. Die zwölf ungeraden Top-Ports (1, 3, …, 23) lassen sich auf 100 G schalten und werden dann zu HundredGigE 1/<slot>/0/{25, 27, …, 47}; die geraden Bottom-Ports (2, 4, …, 24) sind dann nicht mehr verwendbar. Maximal 12 × 100 G nonblocking pro Linecard.
  • C9400-LC-12QC – 12 QSFP+-Cages, default FortyGigabitEthernet 1/<slot>/0/1..12. Nur die Ports 9–12 lassen sich auf 100 G oder 25 G umschalten; pro aktivierten Top-Port wird ein Port aus dem Bereich 5–8 deaktiviert (Mapping 9↔5, 10↔6, 11↔7, 12↔8). Maximal 4 × 100 G oder 4 × 25 G zusätzlich zu den verbleibenden 40 G-Ports.
  • Bedienung im Switch-Panel – Unter jedem toggleablen Top-Port liegt ein kleines Speed-Tab. Klick zykelt durch die verfügbaren Modi (40 G grau → 100 G orange → ggf. 25 G grün → 40 G …). Beim Wechsel auf 100/25 G erscheint auf dem gepaarten Bottom-Port ein rotes Diagonal-X – er ist dann nicht mehr selektierbar. Eine farbige Legende mit allen Codes findest du in der Sidebar des Konfigurators (erscheint automatisch, sobald eine Linecard mit Speed-Toggle bestückt ist).
  • Konflikt-Schutz – Hat der zu deaktivierende Bottom-Port bereits ein Port-Profil bzw. eine Port-Gruppen-Zuweisung, blockiert der Konfigurator den Wechsel mit einer Toast-Warnung. Den Port erst aus der Gruppe entfernen, dann erneut umschalten.
  • CLI-Ausgabe – Vor den eigentlichen Port-Bloecken erscheint pro nicht-default Top-Port ein Aktivierungs-Block interface HundredGigE …
     enable
    (Cisco-konforme Reihenfolge). In Port-Gruppen mit Mischbetrieb (z. B. 20 × 40 G + 4 × 100 G) entstehen separate interface range-Blöcke pro Geschwindigkeit, jeder mit eigenem Sub-Header (D1 – 40G-Block / D1 – 100G-Block) für klare Lesbarkeit beim Scrollen.
  • Bestandsprojekte – Wurde ein Projekt vor Einführung des Speed-Toggles gespeichert, werden alle Top-Ports beim Edit-Aufruf automatisch auf 100 G migriert (= bisheriges Verhalten dieser Linecards). Neu angelegte Geräte starten im 40 G-Default.
Port-Gruppen erstellen & verwalten
  • Gruppe anlegen – Über Neue Downlink-Gruppe oder Neue Uplink-Gruppe wird eine Gruppe mit eigenem Namen und Farbe erstellt. Ist eine Vorlage mit Port-Profilen aktiv, öffnet sich ein Auswahlmodal (→ Port-Profile).
  • Ports zuweisen – Im Bearbeitungsmodus der Gruppe Ports im Switch-Panel anklicken; sie werden farbig der aktiven Gruppe zugeordnet. Mit Ports übernehmen bestätigen oder Schließen abbrechen.
  • Port-Auswahl im FrontpanelKlick = Einzelauswahl, Strg+Klick = Mehrfachauswahl, Shift+Klick = Bereichsauswahl.
  • Farbkodierung – Jede Gruppe erhält eine eindeutige Farbe, die im Switch-Panel sichtbar ist und die Zuordnung auf einen Blick verdeutlicht.
  • Gruppe löschen – Entfernt die Gruppe und gibt die zugehörigen Ports frei.
Downlink-Gruppen (Access-Ports)
  • Mode – Access, Trunk oder Dynamic Auto/Desirable.
  • Access-VLAN – VLAN-Zuweisung für Access-Ports.
  • Trunk-Konfiguration – Erlaubte VLANs und natives VLAN für Trunk-Ports.
  • Voice-VLAN – Optionales Voice-VLAN für IP-Telefonie (pro Port-Gruppe).
  • Port Security, DHCP Snooping, Storm Control – Sicherheitsparameter pro Gruppe.
  • Root Guard / Loop Guard – STP-Schutzfunktionen (nur Downlink-Gruppen).
  • STP Port-Cost / Port-Priority – Optionale Feinsteuerung pro Interface. Cost: 1–200 000 000 (long-Format, IOS-XE-Default). Priority: Cisco-Schrittweite 16 (0–240, Default 128). Leer = IOS-XE berechnet die Cost aus der Speed.
  • Beschreibung, Speed / Duplex – Schnittstellenparameter für alle Ports der Gruppe. In der Beschreibung können Platzhalter wie {{hostname}} oder {{port_id}} verwendet werden (→ Globale Variablen).
Spanning Tree (global)
  • STP-Modus – Rapid PVST+ (Default, Cisco-Best-Practice für Catalyst 9000), PVST+ (Legacy) oder MST (Multiple Spanning Tree). Der gewählte Modus wird immer explizit als spanning-tree mode … vor die Interface-Blöcke geschrieben.
  • MST-Region – Nur sichtbar bei MST-Modus. Region-Name (1–32 Zeichen) und Revision (0–65 535) müssen auf allen Switches einer Region identisch sein – sonst fallen sie aus der gemeinsamen Region heraus.
  • MST-Instances – Tabelle mit Cisco-ID, VLAN-Range (10,20-30-Syntax), optionaler Priority und Root-Rolle. Die IST (Instance 0) nimmt alle nicht gemappten VLANs auf und muss nicht explizit angelegt werden. Der Validator warnt bei ID-Duplikaten und VLAN-Overlap zwischen Instances.
  • Priority-Konventionen – Bridge-Priority in 4 096er-Schritten (0–61 440). Cisco-Referenzwerte: 24576 = Primary Root Macro, 28672 = Secondary Root Macro, 32768 = Default. Empfohlen ist das Makro root primary/secondary statt expliziter Werte – es passt sich relativ zum aktuellen Root an.
  • Wann MSTP? Bei vielen VLANs auf großen Campus-/Aggregation-Switches. Eine Handvoll Instances fasst hunderte VLANs zusammen und spart BPDU-Last. Für kleine oder reine Access-Switches reicht Rapid PVST+.
Uplink-Gruppen (Trunk / Port-Channel)
  • Trunk-Konfiguration – Erlaubte VLANs, natives VLAN und Encapsulation für Uplink-Ports.
  • Port-Channel (LACP) – Mehrere Uplink-Ports zu einem EtherChannel (LACP active/passive) bündeln; die Konfiguration wird automatisch als interface Port-channel generiert.
  • Beschreibung, Speed / Duplex – Gelten für alle physischen Ports der Uplink-Gruppe. Beschreibung unterstützt Platzhalter (→ Globale Variablen).
Schritt 3 – VLANs
VLAN-Datenbank
  • VLAN hinzufügen – VLAN-ID (2–4094), Name (max. 32 Zeichen), Status (active/suspend) und optionale Beschreibung. VLAN 1 und 1002–1005 sind reserviert; Extended-Range VLANs (1006–4094) erfordern VTP-Modus Transparent oder Off.
  • VLAN bearbeiten/löschen – Vorhandene Einträge können jederzeit angepasst oder entfernt werden.
  • Beschreibung – Lokales Dokumentationsfeld (max. 120 Zeichen). Wird nicht im CLI ausgegeben.
CSV-Import
  • Vorlage herunterladen – Über die gleichnamige Schaltfläche eine leere CSV-Vorlage als Ausgangspunkt erhalten.
  • CSV importieren – Mehrere VLANs auf einmal aus einer CSV-Datei einlesen. Vorhandene VLAN-IDs sowie reservierte IDs werden automatisch übersprungen.
Spanning Tree pro VLAN optional
  • Root-Rolleroot primary oder root secondary. Cisco-Makro, passt sich relativ zum aktuellen Root an und ist die empfohlene Art, einen Switch zum Root für ein VLAN zu machen.
  • Bridge-Priority – Alternativ zum Makro ein expliziter Wert in 4 096er-Schritten. Rolle und Priority sind gegenseitig exklusiv – sobald eine Rolle gewählt ist, wird das Priority-Dropdown gesperrt.
  • Nur PVST+/Rapid PVST+ – Diese Werte werden ausschließlich bei den beiden PVST-Varianten als spanning-tree vlan X … ausgegeben. Im MSTP-Modus sind sie ohne Wirkung und werden vom Konfigurator weggelassen.
VTP-Konfiguration optional
  • VTP-ModusOff (Standard), Transparent, Server oder Client. Im Server/Client-Modus warnt der Konfigurator vor dem Risiko der Revisionsnummer-Überschreibung.
  • Version – VTP v1, v2 oder v3.
  • Domäne & Passwort – Werden für Server- und Client-Modi gesetzt.
Schritt 4 – Routing
Layer-3-Grundlagen
  • IP Routing aktivieren – Schaltet Layer-3-Routing auf dem Switch ein. Ohne diesen Schalter sind SVIs und statische Routen wirkungslos.
  • SVI (VLAN-Interface) hinzufügen – VLAN-ID (aus Schritt 3), IP-Adresse, CIDR-Präfix, optional Shutdown sowie Beschreibung. Ohne IP-Adresse wird das Interface als Unnumbered angelegt. Die Beschreibung unterstützt Platzhalter wie {{hostname}} oder {{vlan_id}} (→ Globale Variablen).
  • DHCP-Helper-Adressen pro SVI – Komma- oder leerzeichengetrennt; pro Adresse wird eine ip helper-address-Zeile erzeugt. Notwendig, damit DHCP-Clients in einem VLAN den DHCP-Server in einem anderen VLAN erreichen.
  • FHRP-Gruppen (HSRP / VRRP) – Über das Schild-Icon in der SVI-Tabelle pro SVI verwaltbar. Mehrere Gruppen erlaubt, Mix aus HSRP und VRRP möglich. Pro Gruppe konfigurierbar: Group-ID, Virtual-IP, Priority (1–255 HSRP / 1–254 VRRP), Preempt, Authentication (none / text / md5). Die HSRP-Version (1 oder 2) wird pro SVI eingestellt; v2 (Default) erweitert den Group-ID-Bereich auf 0–4095. Hinweis: HSRP / VRRP erfordern auf C9200 / C9300L typischerweise eine Network-Advantage-Lizenz.
  • Default Route – Eigene „Best Practice"-Card mit Gateway-IP und administrativer Distanz.
Routing-Protokolle & Statische Routen
  • Statische Routen – Zielnetz mit Präfix, Next-Hop, administrative Distanz (1–255), optional Tag (1–4294967295, für Redistribute-Filterung über route-map match tag) und optional Name (Cisco-konformes name "...", sichtbar in show ip route).
  • OSPF – OSPF-Prozess aktivieren und konfigurieren.
  • EIGRP – EIGRP als Alternative für Cisco-only-Umgebungen.
  • BGP – BGP-Konfiguration für Provider- und Inter-AS-Szenarien. In der Neighbor-Beschreibung können Platzhalter wie {{hostname}} oder {{neighbor_ip}} verwendet werden.
Schritt 5 – Sicherheit

Globale Sicherheitseinstellungen nach Cisco IOS XE Best Practice. Die Konfiguration ist in sechs Accordion-Sektionen gegliedert, die einzeln auf- und zugeklappt werden können.

Passwörter & Dienste
  • service password-encryption – Typ-7-Verschlüsselung für alle Passwörter (empfohlen).
  • Min. Passwortlänge – Konfigurierbarer Wert in Zeichen.
  • Enable Secret – Wird als enable secret (Typ-5 MD5) gespeichert.
  • HTTP / HTTPS-Server – Aktivieren oder deaktivieren (Best Practice: deaktiviert).
  • SSH – Version (1 oder 2), Timeout und maximale Auth-Retries.
Lokale Benutzer
  • Benutzer anlegen – Benutzername, Secret und Privilege-Level (0 = Minimum, 1 = Readonly, 15 = Admin).
  • Bearbeiten / Löschen – Vorhandene Benutzer können angepasst oder entfernt werden.
Lines (Console / VTY / AUX)
  • Console (line con 0) – Login-Methode, Exec-Timeout, Logging-Sync.
  • VTY (line vty 0 4) – Login-Methode, Transport-Input, Exec-Timeout für Remote-Zugänge.
  • AUX (line aux 0) – Optional, in den meisten Setups deaktivieren.
AAA
  • RADIUS-Server – Server-IP, Shared Secret, Auth- und Accounting-Ports.
  • TACACS+-Server – Server-IP, Shared Secret, Single-Connection-Modus.
Banner
  • MOTD- und Login-Banner – Eigener Text, der bei jeder Anmeldung angezeigt wird (z. B. rechtliche Hinweise). Die Textfelder unterstützen Platzhalter wie {{hostname}}, {{mgmt_ip}} oder {{date}} (→ Globale Variablen).
SNMP
  • SNMPv3 – Benutzername, Authentifizierung und Privacy für sicheres Monitoring (SNMPv1/v2c werden bewusst nicht angeboten).
Schritt 6 – Access Control Lists

In Schritt 6 werden Access Control Lists definiert und Interfaces oder VTY-Lines zugeordnet. Der Editor unterstützt die gängigen Cisco-Konstrukte direkt im Wizard.

Object-Groups
  • Network & Service – Wiederverwendbare Adress- und Service-Bündel (object-group network / object-group service). Mit Network lassen sich Hosts, Subnetze und Adressbereiche bündeln; mit Service Protokoll-/Portgruppen (z. B. tcp/80, icmp echo).
  • IPv4 & IPv6 – Network-OGs sind family-spezifisch (IPv4/IPv6). ACLs derselben Familie können auf die OG verweisen.
  • Drag & Drop – OG-Karten und Member-Zeilen lassen sich per Drag-&-Drop sortieren. Die Reihenfolge entspricht der CLI-Ausgabe.
  • Cascade-Delete – Beim Löschen einer OG zeigt der Wizard alle ACL-Regeln, die sie referenzieren, und entfernt sie auf Wunsch in einem Schritt.
Access Control Lists
  • Named und numbered – Named ACLs sind die Empfehlung; numbered (100–199, 2000–2699) für Legacy-Kompatibilität.
  • Standard und extended – Standard-ACLs filtern nur über Source-IP, extended über Source/Destination + Protokoll/Port.
  • IPv4 und IPv6 – Family-Toggle pro ACL; Regel-Felder passen sich entsprechend an.
  • Source / Destination – Pro Regel wahlweise any, host, Netzwerk (CIDR/Wildcard) oder Verweis auf eine Object-Group.
  • Port-Operatoreneq, neq, lt, gt, range, oder Verweis auf eine Service-Object-Group. Bekannte Cisco-Service-Namen wie ssh, www, https werden automatisch erkannt.
  • Lock-Toggle pro Regel – Aus Vorlagen übernommene Regeln können per Lock-Toggle gesperrt werden, sodass sie im Wizard nicht versehentlich überschrieben werden.
  • Drag & Drop für die Regelfolge – Sequenz-Nummern werden automatisch in 10er-Schritten neu vergeben.
Anwendungen

ACLs lassen sich Interfaces (in/out) oder VTY-Lines (0 4 / 0 15) zuweisen. Die CLI-Vorschau zeigt automatisch die generierten access-list- und ip access-group-Befehle.

Schritt 7 – Überprüfung

In Schritt 7 wird die vollständige generierte IOS-Konfiguration aller bisherigen Schritte als zusammenhängender Textblock dargestellt.

  • Konfigurationsvorschau – Die komplette Switch-Konfiguration als CLI-Block. Live-Update bei Änderungen in vorherigen Schritten.
  • Kopieren – Übernimmt die gesamte Konfiguration in die Zwischenablage.
  • Download .txt – Lädt die Konfiguration als Textdatei herunter.
  • Speichern & nächstes Gerät – Bei Mehrgeräte-Projekten wird die aktuelle Konfiguration gesichert und der Workflow für das nächste Gerät beginnt.
  • Projekt abschliessen – Schließt das Projekt ab. Anschließend können alle Konfigurationen einzeln oder als ZIP heruntergeladen werden.
  • Korrekturen – Über die Stepper-Leiste kann jederzeit zu einem früheren Schritt zurückgesprungen werden, um Anpassungen vorzunehmen.
  • Warnung bei ungelösten Platzhaltern – Enthält die Konfiguration noch {{name}}-Tokens, die keiner System- oder User-Variable entsprechen, erscheint oberhalb der Vorschau ein gelber Hinweis mit der Liste der betroffenen Namen (→ Globale Variablen).
Konfigurationsvorlagen

Vorlagen beschleunigen die Arbeit bei wiederkehrenden Szenarien und können vollständige Port-Profile für automatisierte Gruppen-Konfigurationen enthalten.

  • Vorlage speichern – Aktuelle Konfiguration als wiederverwendbare Vorlage sichern.
  • Vorlage laden – Gespeicherte Vorlage in ein neues Projekt übernehmen.
  • Standard-Vorlagen – Vordefinierte Templates für gängige Einsatzszenarien (Access-Layer, Distribution-Layer, etc.).
  • Export – Vorlagen als Datei exportieren und mit Kollegen teilen.
Port-Profile in Vorlagen

Vorlagen können Port-Profile definieren, die den Interface-Konfigurationsworkflow in Schritt 2 steuern:

  • Profil-Auswahlmodal – Sobald eine Vorlage mit Profilen aktiv ist, öffnet die Schaltfläche Neue Gruppe ein Modal zur Profilauswahl anstelle einer einfachen Namenseingabe. Jedes Profil zeigt den vordefinierten Modus (Access, Trunk …) und den Geltungsbereich (Downlink / Uplink).
  • Ohne Profil – Über den Eintrag Ohne Profil kann eine Gruppe auch ohne Vorlage manuell konfiguriert werden.
  • Gesperrte Profile – Profile können als Gesperrt markiert sein; in diesem Fall werden die Konfigurationsfelder der Gruppe schreibgeschützt, um eine unbeabsichtigte Abweichung von der Vorlage zu verhindern.
  • Profilname in der Gruppenübersicht – Gruppen, die auf einem Profil basieren, zeigen den Profilnamen in ihrer Kopfzeile an.
SVI-Vorgaben in Vorlagen (Schritt 4)

Vordefinierte SVIs in Vorlagen unterstützen denselben Funktionsumfang wie der Wizard:

  • DHCP-Helper-Adressen – Pro SVI als kommagetrennte Liste; werden auf den jeweiligen interface Vlan<ID> als ip helper-address ausgerollt.
  • FHRP-Gruppen (HSRP / VRRP) – Pro SVI verwaltbar (Schild-Icon in der SVI-Tabelle des Editors). Inklusive HSRP-Version pro SVI, Group-ID, Priority, Preempt und Authentication. Beim Anwenden auf einen Wizard übernehmen locked-SVIs alle Felder; preset-SVIs nur, wenn die Ziel-SVI noch nicht existiert.
ACL-Vorgaben in Vorlagen (Schritt 6)
  • Object-Groups – Network- und Service-Object-Groups inkl. Member sind in Vorlagen ablegbar. Locked-OGs überschreiben die Definition komplett; preset-OGs werden nur eingefügt, wenn der Anwender keine eigene OG gleichen Namens hat.
  • ACLs & Anwendungen – Komplette ACLs (Named/Numbered, Standard/Extended, IPv4/IPv6) inkl. Regelliste sowie Apply-Bindings (Interface in/out, VTY) lassen sich vordefinieren. Lock-Toggle pro ACL und pro OG sperrt die Bearbeitung im Wizard.
Projekt abschließen

Nach erfolgreicher Überprüfung können Sie das Projekt abschließen und die Konfiguration exportieren.

  • Konfiguration kopieren – Die gesamte Konfiguration in die Zwischenablage übernehmen.
  • Download .txt – Aktuelle Geräte-Konfiguration als Einzel-Datei herunterladen.
  • ZIP-Download – Nach Abschluss eines Mehrgeräte-Projekts werden alle Konfigurationen in einer ZIP-Datei cisco-staging-<Projekt-ID>.zip zusammengefasst. Bei StackWise-Virtual-Chassis enthält die ZIP-Datei eine Konfiguration pro Chassis.
  • Projekt archivieren – Bei eingeloggten Benutzern wird das Projekt automatisch im Admin-Backend archiviert und ist unter Projekte jederzeit wieder abrufbar.
  • Neues Projekt – Direkt ein weiteres Projekt auf Basis der aktuellen Einstellungen starten.
Geräte-Katalog öffentlich

Der Geräte-Katalog ist ein read-only Browser für den vollständigen Cisco-Catalyst-9000-Katalog, den der Wizard intern für die Modell-, Linecard-, Supervisor- und Netzwerkmodul-Auswahl nutzt. Aufruf über das Info-Dropdown der Navbar (Geräte-Katalog) oder direkt via /device-catalog.php – keine Anmeldung erforderlich.

  • Kategorien als Tabs – Switches, Netzwerkmodule, Linecards, Supervisoren, Optiken, Netzteile und Catalyst Center; pro Tab zeigt ein Zähler die Anzahl der Einträge.
  • Spezifikationen – je Eintrag SKU, Bezeichnung und die für die Konfiguration relevanten Eckdaten (z. B. Portanzahl, Uplinks, Stack-/VRF-Fähigkeit, Standard-Lizenz).
  • Single Source of Truth – dieselben Katalog-Daten speisen den Konfigurator, die Katalog-Auswahl im CVE-Check und diese Übersicht.
Lizenz-Featurematrix öffentlich

Die Lizenz-Featurematrix zeigt, welche Features in den beiden Cisco-Catalyst-9000-Lizenzstufen Network Essentials und Network Advantage verfügbar sind. Aufruf über das Info-Dropdown der Navbar (Lizenz-Featurematrix) oder direkt via /license-matrix.php – keine Anmeldung erforderlich.

  • Kategorien – Layer-3-Routing, First-Hop Redundancy (FHRP), High Availability / Stacking, Encryption / MACsec, Multicast, Segmentation / VRF / MPLS sowie Security & Access Control.
  • ✓/✗-Darstellung – pro Feature wird je Lizenzstufe angezeigt, ob es enthalten ist; Notizen erläutern Sonderfälle (z. B. „EIGRP Stub reicht für Essentials, Full-EIGRP ist Advantage").

Diese Matrix steuert auch den Wizard: Features, die unter Network Essentials hart gesperrt sind – aktuell EIGRP (Full), BGP, HSRP und StackWise Virtual – werden bei nicht passender Lizenz gesperrt bzw. mit Hinweis markiert. Bei einem Lizenzwechsel listet ein Confirm-Dialog die zu entfernende Konfiguration auf.

Admin-Funktionen

Eingeloggte Benutzer (Rollen User, Admin, Superadmin) erhalten zusätzliche Funktionen. Das vollständige Backend ist unter /admin/ erreichbar, eine rollenbezogene Funktionsübersicht steht nach dem Login unter Hilfe zur Verfügung.

Projekt-Verwaltung
  • Projekt abschließen – Der Button Projekt abschliessen überträgt alle Gerät-Konfigurationen inklusive Wizard-State an das Backend und legt sie unter Projekte ab.
  • Kunden-Dropdown – Eingeloggte Benutzer wählen den Kunden aus einer Liste der hinterlegten Datensätze (statt Freitext), damit die Zuordnung konsistent bleibt.
  • Projekt bearbeiten – Über Admin → Projekte → Projekt bearbeiten wird der Konfigurator mit ?edit=<Projekt-ID> neu geladen. Alle Schritte 1–5 werden aus dem gespeicherten Wizard-State vorbelegt; nach dem Speichern entsteht ein aktualisiertes Archiv-Set.
  • Einzel-Download & ZIP – In der Projekt-Detailansicht stehen Einzel-Downloads sowie ein Kunden-ZIP aller zugehörigen Projekte zur Verfügung.
Kunden & Vorlagen
  • Kunden anlegen & pflegen – Kundendaten, zugeordnete Benutzer sowie Konfigurationsvorlagen mit Feld-Modus (Offen / Vorgabe / Gesperrt) verwalten.
  • Lead-Rolle – Als Zusatzrecht pro Kundenzuordnung (Stern-Icon) vergeben; Lead-User dürfen Vorlagen für ihren Kunden erstellen und bearbeiten.
  • Port-Profile – Innerhalb einer Vorlage werden Port-Profile (Scope, Access-/Trunk-VLANs, Security-Flags …) definiert, die im Frontend bei Neue Gruppe auswählbar sind.
Firmware-Bibliothek
  • Upload – Chunked Upload (5 MB pro Block, Gesamt bis 2 GB) inkl. Fortschrittsanzeige.
  • Versionsverwaltung – Dateien werden pro Plattform gruppiert und mit Hash und Metadaten abgelegt.
  • Download – Authentifizierter Download über admin/api/firmware-download.php.
Weitere Admin-Werkzeuge
  • Volltextsuche – Globale Suche über Projekte, Kunden, Konfigurationen, Firmware und Benutzer.
  • Benutzerverwaltung – Rollen, Kundenzuordnungen, Passwort-Reset per E-Mail, Account-Bestätigung.
  • Bug- & Feature-Tickets – Tickets aus dem Feedback-Button werden im Backend bearbeitet; Releases verweisen zurück auf umgesetzte Feature Requests.
  • Wartungsmodus – Superadmins können den Wartungsmodus aktivieren; das Frontend zeigt dann ein Overlay, die Modul-Seiten antworten mit einer Wartungsseite und die zugehörigen API-Endpunkte mit HTTP 503. Der Admin-Bereich bleibt erreichbar.
  • Modulsteuerung – Unabhängig vom Wartungsmodus lassen sich einzelne Module (Konfigurator, CLI-Editor, Live-SSH-Terminal, SDA-Wizard) gezielt sperren. Gesperrte Module sind serverseitig blockiert (Sperrseite bzw. HTTP 403) und mit individuellem Hinweistext versehen; Superadmins behalten Zugriff (Bypass).
Credential-Vault alle eingeloggten Benutzer

Der Credential-Vault speichert wiederkehrende SSH-Zugangsdaten – Passwörter, private Schlüssel, Passphrases – so, dass sie bei einem späteren Verbindungsversuch nicht erneut eingetippt werden müssen. Geräte-Credentials landen ausschließlich verschlüsselt im System; die Webanwendung sieht sie niemals im Klartext.

Einrichten & Entsperren
  • Vault einrichten – Unter Profil → Credential-Vault eine eigene Vault-Passphrase festlegen. Diese Passphrase wird nicht gespeichert und nicht an den Server übertragen; sie verbleibt ausschließlich im Browser. Ein Zxcvbn-Stärke-Indikator zeigt live, ob die Passphrase robust genug ist.
  • Entsperren – Pro Browser-Sitzung einmalig die Passphrase eingeben. Nach 15 Minuten Inaktivität sperrt der Vault automatisch wieder; Abmelden und Session-Ablauf räumen den entsperrten Zustand sofort weg (wichtig an geteilten Rechnern).
  • Passphrase ändern / Vault zurücksetzen – Beides erfolgt direkt im Profil. Beim Reset wird die Vault-Identität entfernt; danach können neue Credentials angelegt werden.
  • Exportieren / Importieren – Für Backup-Zwecke lässt sich der Vault als eine mit zusätzlicher Passphrase geschützte Datei exportieren und an anderer Stelle wieder einlesen.
Credentials verwalten
  • Anlegen & pflegen – Unter SSH-Credentials in der Navigation anlegen, bearbeiten, löschen. Jeder Eintrag enthält Name, Host:Port, Zielbenutzer, Auth-Typ und das zugehörige Secret.
  • Im Terminal nutzen – In der SSH-Kachel einfach Aus Vault wählen, Credential aus der Liste picken – Host, Port und Benutzer werden automatisch vorbefüllt. Mit Verbinden startet die Sitzung direkt.
  • Auto-Store nach manuellem Login – Nach einem erfolgreichen Verbinden mit Passwort oder SSH-Key bietet das Terminal oben einen Banner an: „Soll dieses Credential als Vault-Eintrag gespeichert werden?“ Mit einem Klick landet das Credential im Vault – ohne es nochmals eingeben zu müssen.
Teilen & Audit
  • Teilen mit Kolleginnen/Kollegen – Eigene Einträge lassen sich mit anderen Benutzern teilen, sofern diese ebenfalls einen Vault eingerichtet haben. Freigaben sind jederzeit einzeln entziehbar; der Überblick aller Berechtigten steht im Dialog Freigaben verwalten.
  • Audit-Log – Alle Vault-Aktionen (Setup, Unlock, Create, Use, Share, Revoke, Reset) werden protokolliert. Superadmins sehen das komplette Log, Benutzer sehen ihre eigenen Events.
Passphrase vergessen? – Recovery über Escrow

Ein Superadmin kann im Voraus einen Recovery-Schlüssel hinterlegen. Dessen privater Teil liegt ausschließlich offline beim Superadmin (als passphrase-geschützte Datei), der öffentliche Teil ist im Backend registriert. Ist so ein Schlüssel aktiv, wird bei jedem Vault-Setup und bei jeder Passphrase-Rotation eine zusätzliche versiegelte Kopie des Vault-Privkeys mit dem Recovery-Pubkey abgelegt. Nur damit ist eine Wiederherstellung überhaupt möglich.

  1. Anfordern – Im Profil auf Recovery anfordern klicken (erscheint nur, wenn der Vault gesperrt ist und an einen Recovery-Schlüssel gebunden ist). Die Anfrage ist 7 Tage gültig.
  2. Gewähren (Superadmin) – Der Superadmin sieht die Anfrage auf der Seite Vault-Recovery, lädt seine private Recovery-Schlüsseldatei hoch und tippt deren Passphrase ein. Der Browser entsiegelt den Vault-Privkey und erzeugt einen einmaligen Recovery-Token, der 15 Minuten gültig ist. Der Server sieht weder den Vault-Privkey noch den Klartext-Token – nur dessen SHA-256-Hash.
  3. Token übermitteln – Der Superadmin gibt den Token über einen zweiten Kanal (z. B. Telefonat, Chat) an den Benutzer weiter.
  4. Einlösen – Der Benutzer klickt im Profil auf Token einlösen, fügt den Token ein und vergibt eine neue Vault-Passphrase. Der Browser entsiegelt den Vault-Privkey mit dem Token und versiegelt ihn mit der neuen Passphrase erneut. Alle bestehenden und mit dem Benutzer geteilten Credentials bleiben zugänglich, weil der öffentliche Vault-Key unverändert bleibt.

Rate-Limits verhindern Missbrauch: max. 3 Anfragen pro Tag und 10 Einlöse-Versuche pro 15 Minuten. Ohne hinterlegten Recovery-Schlüssel ist der Vault bei Passphrase-Verlust dauerhaft unzugänglich; in dem Fall bleibt nur Vault zurücksetzen.

Persönliche Webhooks

Eingeloggte Benutzer können sich – sofern vom Superadmin freigeschaltet – eigene Webhook-Empfänger anlegen, damit Aktionen wie Projekt gespeichert, Firmware hochgeladen, Bug eingereicht oder Vorlage aktiviert direkt im persönlichen Slack-/Teams-/Webex-/Mattermost-/Discord-Channel oder als generischer JSON-Webhook landen. Aufruf über Mein Profil → Meine Webhooks im Backend (Profil-Dropdown rechts oben).

Wichtige Eigenschaften
  • Owner-Scope – Persönliche Webhooks feuern ausschließlich bei Aktionen, die du selbst ausgelöst hast. Aktionen anderer Benutzer landen nicht in deinen Webhooks; auch nicht wenn ihr am gleichen Projekt arbeitet.
  • Sicherheits-Events sind ausgenommen – Ereignisse wie login.lockout oder csrf.violation bleiben Superadmin-Subscriptions vorbehalten und können nicht in persönliche Webhooks abonniert werden.
  • HTTPS-Pflicht und SSRF-Schutz – Nur HTTPS-URLs werden akzeptiert. URLs, die auf interne Netzwerke (Loopback, Private-Ranges, Cloud-Metadata-Endpunkte, Link-Local) zeigen, lehnt das System bereits beim Speichern ab. DNS-Rebinding wird durch IP-Pinning beim Versand abgewehrt.
  • Quotas – Pro Benutzer gilt eine konfigurierbare Obergrenze (Default: 5 Subscriptions, 10 Test-Events/Stunde, 100 Lieferungen/Stunde). Erreichte Limits melden sich mit HTTP 429 bzw. werden im Hintergrund still verworfen.
  • Audit-Sichtbarkeit – Du siehst pro Webhook Erfolg-/Fehler-/Pending-Counter der letzten 7 Tage. Vollständige Audit-Details (Payload, Antwort-Body) sind ausschließlich für den Superadmin sichtbar (Datenschutz).
  • Auto-Disable – Ein Webhook wird automatisch deaktiviert, sobald N aufeinanderfolgende Lieferungen fehlschlagen (Default 50). Die Subscription muss dann manuell wieder aktiviert werden.
Verfügbare Events (User-Scope)
  • project.created / project.updated – eigenes Projekt angelegt oder via Edit-Modus aktualisiert
  • device.config_saved – eigene Geräte-Konfiguration gespeichert
  • firmware.uploaded – eigene Firmware-Datei hochgeladen
  • template.activated – Vorlage durch Lead/Admin aktiviert oder deaktiviert
  • bug.created / bug.status_changed – eigener Bug-Report bzw. Status-Änderung an eigenen Reports
  • feature.requested – eigener Feature-Request eingereicht
  • vault.unlock_failed – fehlgeschlagene Vault-Entsperrung im eigenen Account
  • webhook.test – manueller Test-Versand über den Test-Button (zaehlt gegen die Stunden-Quota)
Setup-Tipps pro Empfänger-Typ
  • Slack – Incoming-Webhook-URL aus dem Slack-App-Konfigurator (https://hooks.slack.com/services/...) als Webhook-URL eintragen.
  • Microsoft Teams – Incoming-Webhook-Connector in einem Channel anlegen, Konfigurations-URL kopieren.
  • Cisco Webex – Bot im Webex Developer Portal erstellen, Bot-Access-Token kopieren, Bot manuell als Mitglied im Ziel-Raum hinzufügen, Room-ID aus dem Webex-Client als Deep-Link, UUID oder Base64-API-Form eintragen (wird automatisch normalisiert).
  • Mattermost / Discord – Incoming-Webhook im Channel-Setup anlegen, URL übernehmen.
  • Generic JSON – Beliebiges HTTPS-Endpunkt; ein HMAC-Secret wird automatisch generiert (oder eigens gesetzt) und als X-Webhook-Signature: sha256=… mitgesendet, damit der Empfänger die Signatur verifizieren kann.

Persönliche Webhooks sind optional. Solange der Superadmin das Feature nicht freigeschaltet hat, ist der Menüpunkt Meine Webhooks ausgeblendet und das Backend liefert HTTP 403 beim direkten Aufruf.

Feedback & Verbesserungsvorschläge

Über den Feedback-Button am rechten Seitenrand (auf Mobilgeräten unten rechts) können Sie direkt aus dem Konfigurator heraus Rückmeldung geben. Das Menü bietet zwei Aktionen:

Bug melden
  • Wann? – Wenn etwas nicht wie erwartet funktioniert, ein Darstellungsfehler auftritt oder die generierte Konfiguration fehlerhaft ist.
  • Eingaben – Name, E-Mail, automatisch erkannter Schritt / Seite und eine möglichst detaillierte Fehlerbeschreibung (max. 2000 Zeichen). Die Fehlerbeschreibung unterstützt einen Markdown-Editor mit Toolbar (fett, kursiv, Code, Listen, Zitate, Links). Tastenkürzel: Ctrl/Cmd+B = fett, Ctrl/Cmd+I = kursiv, Ctrl/Cmd+E = Inline-Code.
  • Bug-ID – Jeder Report erhält eine eindeutige ID im Format BUG-XXXXX.
  • Statusverfolgung – Nach dem Absenden erhalten Sie einen öffentlichen Link, über den Sie den Status einsehen und mit dem Team kommunizieren können.
Feature vorschlagen
  • Wann? – Wenn Sie eine Idee für eine neue Funktion oder eine Verbesserung einer bestehenden haben.
  • Eingaben – Name, E-Mail, kurzer Titel (max. 160 Zeichen), Bereich (Konfigurator, Admin-Backend, Anleitung, Allgemein) und eine ausführliche Beschreibung (max. 2000 Zeichen). Die Beschreibung nutzt denselben Markdown-Editor wie der Bug-Report.
  • Feature-Request-ID – Jeder Vorschlag erhält eine eindeutige ID im Format FR-XXXXX.
  • Status-Labels – Der Bearbeitungszustand wird über fünf Labels kommuniziert: Offen Geplant In Umsetzung Erledigt Wird nicht umgesetzt.
  • Upvoten – Auf der öffentlichen Detailansicht können Besucher einen Feature Request mit unterstützen. Vorschläge mit vielen Stimmen werden bei der Priorisierung bevorzugt berücksichtigt.
  • Release-Bezug – Sobald ein Feature geplant oder ausgeliefert ist, wird die zugehörige Version direkt am Eintrag angezeigt und mit den Release Notes verknüpft.
Öffentliche Roadmap

Die Roadmap zeigt als Kanban-Board, welche Feature Requests aktuell geplant sind, an welchen bereits gearbeitet wird und welche in früheren Releases bereits umgesetzt wurden. So bleibt die Weiterentwicklung des Tools jederzeit transparent.

  • Sortierung – Innerhalb jeder Spalte werden die Einträge nach Upvotes absteigend sortiert.
  • Details – Ein Klick auf einen Eintrag öffnet die öffentliche Read-only-Ansicht mit Titel, Beschreibung, Status, Release-Zuordnung und Kommentar-Historie.
Tipps & Hinweise
  • Zwischenspeichern – Der Fortschritt wird automatisch gespeichert. Sie können den Browser jederzeit schließen und später weitermachen.
  • Dark Mode – Über den Schalter in der Navigationsleiste können Sie zwischen hellem und dunklem Design wechseln.
  • Tastenkürzel – Nutzen Sie Tab und Shift+Tab für eine schnelle Navigation zwischen den Eingabefeldern.
  • Namenskonventionen – Verwenden Sie einheitliche Bezeichnungen für VLANs und Interfaces, um die Konfiguration übersichtlich zu halten.
  • Vor dem Deployen – Prüfen Sie die generierte Konfiguration immer in einer Laborumgebung, bevor Sie sie auf Produktiv-Switches anwenden.
  • Backup – Sichern Sie die aktuelle Switch-Konfiguration (copy running-config startup-config), bevor Sie eine neue Konfiguration einspielen.